Judit 7

Judit 7:24

24»Gott sei Richter zwischen euch und uns! Ihr habt euch schwer an uns verschuldet, daß ihr euch nicht friedlich mit den Assyrern abgefunden habt. Jetzt gibt es keine Hilfe mehr für uns, sondern Gott hat uns in ihre Hände dahingegeben, daß wir vor Durst und großem Unheil vor ihnen hingestreckt am Boden liegen. Ruft sie nun herbei und übergebt die ganze Stadt den Leuten des Holofernes und seiner ganzen Heeresmacht zur Plünderung! Es ist ja das Beste für uns, ihre Beute zu werden; wir werden dann zwar Sklaven sein, aber doch das Leben behalten und brauchen nicht den Tod unserer Kleinen mit unsern Augen angesehen und wie unsere Frauen und Kinder verschmachten. Wir beschwören euch beim Himmel und bei der Erde, bei unserem Gott und dem Herrn unserer Väter, der uns für unsere Sünden und für die Übeltaten unserer Väter straft, daß er am heutigen Tage nicht das eintreten lasse, was wir da ausgesprochen haben!« Und es erhob sich ein lautes und allgemeines Wehklagen inmitten der Versammlung und sie schrieen zu Gott dem Herrn mit lauter Stimme. Da sprach Ozias zu ihnen: »Seid mutig, ihr Brüder! Laßt uns noch fünf Tage aushalten, in denen der Herr, unser Gott, sein Erbarmen uns zuwenden wird; denn er wird uns nicht gänzlich verlassen. Sind diese Tage vergangen, ohne daß uns Hilfe gekommen ist, so will ich eurem Verlangen nachkommen«. Hierauf entließ er die Männer in ihr Lager, und sie verfügten sich auf die Mauern und die Türme der Stadt; die Weiber und Kinder dagegen ließ er sich in ihre Häuser begeben. In der Stadt aber herrschte große Mutlosigkeit.

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